Aus dem Vorwort der Schüler:
„Ja, wir haben fließend Wasser!
Ja, wir haben Strom!
Ja, wir haben die Vogelgrippe knapp überlebt!
Ja, wir haben Internet (ab und zu)!
Ja, wir wissen, was Hip-Hop ist!
Ja, wir können Brücken bauen!
Unser LEBENSZEICHEN soll Leben zeigen! Hoffentlich ist dieses Buch eine Anregung für euch“
2008 - 2011
LEBENSZEICHEN . Eine Slam Poetry Anthologie von Rügen
"...Gedanken hinwerfen, die über das ganze wieder Gedanken erregen..."
Sprache und Text waren dem Namenspatron des Museums in Garz und des Gymnasiums in Bergen das wichtigste Ausdrucksmittel. – Mit welcher Wirkung und Wertigkeit – darüber wird bis heute anregend diskutiert und gestritten. Seit vielen Jahren macht das Museum vor allem in Zusammenarbeit mit regionalen Schulen museumspädagogische Literaturangebote, um mit zeitgemäßen Vermittlungsformen junge Menschen für Sprache und Literatur zu interessieren. 2008 gelang es auf Museumsinitiative drei deutschlandweit herausragende Slampoeten nach Rügen zu holen. In workshops arbeiteten Lars Ruppel, Felix Römer und Ken Yamamoto jahrgangsübergreifend mit Schülern der beiden beteiligten Schulen. Begeistert und motiviert durch das moderne Veranstaltungsformat und unkonventionelle Vermittlungsformen bewegten sich die Schüler in der Welt der eigenen Sprache und des eigenen Stils. Sie schrieben Gedichte und Texte über ihren Gedankenkosmos und offenbarten in überaus beeindruckender Weise und Qualität ihre Sichtweisen auf Schule, Familie und Alltag, Liebe und Freundschaft, Geschichte und Gesellschaft – ihre Sicht auf ihr Leben. Eine Auswahl der entstandenen Texte wurde als Anthologie mit dem Titel "Lebenszeichen" veröffentlicht, die Arbeiten der Schüler werden außerdem in der Arndt-Ausstellung KONTRASTE präsentiert. Im Mai diesen Jahres fand der 7. öffentliche RügenSlam statt.
Eine Kooperation mit dem CJD Garz, dem Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium Bergen (Klassenstufe 9-12), der Realschule Garz (Klassensstufe 6 – 10) und Jugendkunst e. V. Stralsund.
Gefördert vom Land Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen von "SCHULEplus" und der Tombola der Rügana 2009.
Svanvithe.reloaded (Trickfilmprojekt und Schreibwerkstatt)


Bis heute erzählt man sich in Garz die Geschichte von der schönen Königstochter Svanvithe, die noch immer im Burgwall auf ihre Erlösung warten soll. 1818 veröffentlichte Ernst Moritz Arndt diese Geschichte im ersten Teil seiner "Mährchen und Jugenderinnerungen. Schüler der 7. Klassen des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums Bergen produzierten im April 2011 einen Trickfilm zu der Geschichte um Liebe und Verrat. Der aufwändig aus zahlreichen einzelnen Scherenschnitten angefertigte Silhouettenfilm zeigt eine moderne Interpretation des Arndt-Klassikers. Parallel zum Film setzten sich Schüler/innen der Klasse 9a im Deutschunterricht mit der traditionellen Textvorlage auseinander. Auch in der kreativen Schreibwerkstatt thematisierten die Jugendlichen besonders das Verhältnis zwischen Vater und Tochter, ein Leben in Habgier, das nach mehr Schein als Sein trachtet und die Frage, ob materielle Güter Liebe ersetzen können.
Eine Kooperation mit Jugendkunst e. V. Stralsund und dem Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium Bergen.