Ernst-Moritz-Arndt Museum
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„Beinahe jeder Reisende hat aber seine eigene Weise die Dinge anzuschauen, seinen eigenen Maßstab, wonach der sie misst; sein Urtheil hängt nicht selten von manchen Zufälligkeiten ab, und wird bestochen von der augenblicklichen Stimmung, die ihn beherrscht, von der Gesellschaft, die ihn begleitet, von der Aufnahme, die er findet, von der Witterung endlich, die ihn anlächelt oder anfeindet. Dazu kommt, dass mancher, von Ununterrichteten schlecht belehrt, nur oberflächliche, halb wahre Nachrichten von einem Lande einsammelt, die er so dürftig wiedergibt, wie er sie empfing, woraus denn eine große Verschiedenheit in den Schilderungen, Bemerkungen und Angaben entsteht.“
*(Johann Jacob Grümbke in: Streifzüge durch das Rügenland, 1805)
Das
Ernst-Moritz-Arndt Museum ist das älteste kulturhistorische Museum der Insel Rügen. Es geht zurück auf die Initiative des Museumsgründers Ernst Wiedemann (1883 – 1958), der sich darüber hinaus vor allem als Rügenforscher mit einer Reihe von publizistischen Arbeiten verdient gemacht hat. Erbaut nach den Plänen des Berliner Architekten Erhard Schmidt erhielt das Museum bei seiner Einweihung den Namen des streitbaren politischen Publizisten, der 1769 im benachbarten Dorf
Groß Schoritz geboren wurde. Das Ernst-Moritz-Arndt Museum hat eine interessante wechselvolle Geschichte: vom Rügen-Museum über die Nationale Gedenkstätte der DDR bis zum heutigen Literatur- und Biografiemuseum. Die Ausstellungen widmen sich der kritischen Auseinandersetzung mit dem Leben und der Wirkung des Namenspatrons und regionalhistorischen Themen.